Koordinationsstelle Demenz

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Die Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ist eine zivilgesellschaftliche Aufgabe. Demenzerkrankungen sind mehr als medizinische und pflegerische Herausforderungen. 

In Tirol sind geschätzt mehr als 11 000 Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Und die Zahl wird noch weiter ansteigen. 

Das Projekt des Tiroler Gesundheitsfonds nimmt sich verstärkt dem Thema Demenz an und den Bedürfnissen der Betroffenen und trägt Angehörigen Rechnung. Aus diesem Grund wurde am 1. Oktober 2017 die Koordinationsstelle Demenz Tirol am Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) eingerichtet.

Warum wurde die Koordinationsstelle Demenz eingerichtet?

Eine Demenzerkrankung stellt die Betroffenen, aber auch besonders die Angehörigen oftmals vor große Herausforderungen. Es ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Notwendigkeit, Menschen mit Demenz und ihre betreuenden Personen zu unterstützen, damit die Lebensqualität gefördert und erhalten bleibt und ein "Gut(es) Leben mit Demenz" möglich wird.

Weltweit

"Eine Welt, in der Demenz vorgebeugt werden kann und Menschen mit Demenz und deren Angehörige ausreichend Fürsorge und Unterstützung erhalten, um ihr Leben selbstbestimmt, respektvoll, würdevoll und gleichberechtigt gestalten zu können", so die Vision der WHO.

Zu Erreichung dieser Vision und der Ziele hat die WHO Handlungsvorschläge für alle Mitgliedsstaaten entwickelt. (Website Weltgesundheitsorganisation - WHO)

Österreich

Auch Österreich stellt sich dem Thema mit der österreichischen Demenzstrategie "Gut leben mit Demenz". Darin wurden sieben Wirkungsziele formuliert (Website Österreichische Demenzstrategie). 

Tirol

In Tirol beschäftigen sich zahlreiche Fachexpertinnen und Fachexperten seit Jahren mit dem Thema Demenz und engagieren sich für eine gute Versorgung von Betroffenen und deren Angehörigen. Viele Menschen leisten wegweisende Beiträge für Tirol, für ein "Gut(es) Leben mit Demenz".

Das Land Tirol sowie die Tiroler Sozialversicherungsträger möchten mit der Einrichtung der Koordinationsstelle Demenz diese wertvolle Arbeit sichtbar machen und gemeinsam weiterentwickeln, um für Betroffene und ihre Angehörigen weiterhin so professionelle und hilfreiche Unterstützung im Alltag zu ermöglichen und die Lebensqualität zu steigern.

Hierbei wird auch ein wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung der Österreichischen Demenzstrategie gesetzt.

Welche konkreten Aufgaben übernimmt die Koordinationsstelle Demenz Tirol?

Die Koordinationsstelle Demenz Tirol beschäftigt sich mit der Lebenssituation von an Demenz erkrankten Menschen und deren Angehörigen in Tirol und fördert den Auf- und Ausbau eines nachhaltigen Netzwerks in der Demenzversorgung.

Die Aufgaben umfassen:

  • Erhebung der Unterstützungsangebote bei Demenz in Tirol
  • Informationsvermittlung der Angebote über die Website
  • Unterstützung von Vernetzung aller, in die Versorgung von an Demenz erkrankten Menschen und deren Angehörigen involvierten Einrichtungen und Personen (z.B. Demenzforum Tirol, Bezirksvernetzungstreffen)
  • Koordination von Fort- und Weiterbildung
  • Berichterstattung und Unterstützung der Versorgungsforschung
  • Dokumentation relevanter Fragestellungen zu Demenz in Tirol
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Evaluierung

Die Koordinationsstelle Demenz Tirol bietet KEINE Diagnostik, Behandlung oder Beratung für Betroffene und Angehörige an.